Antiparasitika für Katzen
Parasiten gehören zu den häufigsten Gesundheitsrisiken für Katzen – auch für solche, die ausschließlich in der Wohnung leben und nie nach draußen kommen. Flöhe gelangen über Schuhe oder Kleidung ins Haus, Zecken bringen Sie selbst aus der Natur mit, Ohrmilben werden durch Kontakt mit infizierten Tieren übertragen, und Darmparasiten können im Boden, im Gras oder in rohem Futter vorhanden sein. Regelmäßiger Parasitenschutz ist kein Luxus – er ist ein grundlegender Bestandteil verantwortungsvoller Katzenpflege, die nicht nur die Katze, sondern die ganze Familie schützt.
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Viele Parasiten übertragen schwere Krankheiten oder können auf den Menschen übergehen. Flöhe übertragen Bandwürmer, Zecken übertragen Borreliose und weitere gefährliche Infektionen, und Toxoplasmen aus Katzenkot stellen vor allem für schwangere Frauen und immungeschwächte Personen ein Risiko dar. Regelmäßiger Parasitenschutz schützt somit den ganzen Haushalt – nicht nur die Katze.
Die häufigsten Parasiten bei Katzen
Äußere Parasiten:
- Flöhe – der am weitesten verbreitete Parasit bei Katzen. Sie verursachen starken Juckreiz, allergische Dermatitis, Blutarmut bei Kätzchen und übertragen Bandwürmer. Ein einziger Floh legt bis zu 50 Eier pro Tag – ein Befall breitet sich daher extrem schnell aus. Eine vollständige Bekämpfung erfordert die Behandlung der Katze und des gesamten Haushalts.
- Zecken – übertragen Borreliose, Babesiose und weitere gefährliche Infektionen. Bei Katzen sind sie seltener als bei Hunden, doch Freigängerkatzen sind ganzjährig gefährdet – Zecken werden bereits ab Temperaturen über 4 °C aktiv.
- Ohrmilben (Otodectes cynotis) – verursachen starken Juckreiz in den Ohren, dunkles, krümeliges Sekret und bei ausbleibender Behandlung Mittelohrentzündungen. Sie sind unter Katzen hochansteckend und werden auch auf Hunde übertragen.
- Läuse und Federlinge – seltenere Parasiten, die Juckreiz und Fellausfall verursachen. Sie werden durch direkten Kontakt zwischen Tieren übertragen.
- Demodex- und Sarcoptes-Milben – Hautmilben, die Räude verursachen. Bei Katzen seltener als bei Hunden, erfordern bei Auftreten jedoch eine intensive tierärztliche Behandlung.
Innere Parasiten:
- Spulwürmer (Toxocara cati) – die häufigsten Darmwürmer bei Katzen. Sie werden durch die Aufnahme von Eiern aus der Umgebung oder über die Muttermilch übertragen. Sie können auf den Menschen übergehen – besonders Kinder sind bei Kontakt mit Katzenkot oder kontaminiertem Erdreich gefährdet.
- Bandwürmer – werden durch das Verschlucken eines infizierten Flohs oder rohen Fleisches übertragen. Sie zeigen sich durch Bandwurmglieder in der Aftergegend oder im Kot.
- Fadenwürmer und Kokzidien – seltenere Darmparasiten, die vor allem bei Kätzchen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem Durchfall verursachen.
- Toxoplasma gondii – ein Einzeller, der über den Kot von Katzen übertragen wird. Für gesunde Erwachsene meist ungefährlich, stellt er jedoch ein erhebliches Risiko für schwangere Frauen und immungeschwächte Personen dar.
Formen des Parasitenschutzes für Katzen
Moderne Antiparasitika für Katzen sind in mehreren Formen erhältlich – jede hat ihre Vorteile und eignet sich für unterschiedliche Situationen und Katzentypen:
- Spot-on-Pipetten – die am häufigsten verwendete Form des Parasitenschutzes. Eine einmalige Anwendung auf der Haut im Nacken schützt 4 Wochen lang vor äußeren Parasiten. Sie sind praktisch, schnell angewendet und für die Katze kaum belastend. Verwenden Sie niemals Hundepipetten – sie enthalten Permethrin, das für Katzen tödlich giftig ist.
- Anti-Parasiten-Halsbänder – Halsbänder, die insektizide oder repellierende Wirkstoffe über mehrere Monate hinweg allmählich freisetzen. Sie eignen sich ideal für Freigängerkatzen, die einen dauerhaften, kontinuierlichen Schutz benötigen. Hochwertige Halsbänder schützen zudem vor Zecken.
- Anti-Parasiten-Shampoos und -Puder – geeignet zur akuten Behandlung bei Floh- oder Läusebefall. Der direkte Kontakt mit den Parasiten sorgt für eine schnelle Wirkung, der Schutz hält jedoch nicht lange an. Sie eignen sich als Ergänzung zum langfristigen Schutz durch Pipetten oder Halsbänder.
- Anti-Parasiten-Sprays – schnelle und wirksame Behandlung bei akutem Befall oder als vorbeugender Schutz vor einem Ausflug in die Natur. Geeignet zur Behandlung des gesamten Körpers oder bestimmter Stellen. Wählen Sie stets ein Spray, das ausdrücklich für Katzen bestimmt ist.
- Entwurmungstabletten und -pasten – Präparate gegen innere Parasiten wie Spulwürmer, Bandwürmer und Fadenwürmer. Eine regelmäßige Entwurmung wird bei erwachsenen Katzen 4-mal jährlich empfohlen, bei Freigänger- und beutejagenden Katzen alle 1–3 Monate.
- Natürliche Antiparasitika – Präparate auf natürlicher Basis mit repellierender Wirkung. Sie eignen sich als Ergänzung zum konventionellen Schutz oder für Besitzer, die natürliche Alternativen bevorzugen. Ihre Wirksamkeit ist geringer als bei konventionellen Präparaten, weshalb sie bei hohem Befallsrisiko nicht als alleiniger Schutz geeignet sind.
So stellen Sie einen umfassenden Parasitenschutz für Ihre Katze zusammen
Ein optimaler Parasitenschutz kombiniert Schutz vor äußeren und inneren Parasiten und berücksichtigt den Lebensstil der Katze:
- Wohnungskatze ohne Freigang – Spot-on-Pipette oder Anti-Floh-Halsband einmal monatlich oder gemäß der Wirkdauer des Präparats, Entwurmung 2–4-mal jährlich.
- Katze mit Zugang zu Balkon oder Garten – Spot-on-Pipette mit breiterem Wirkspektrum (Flöhe + Zecken) alle 4 Wochen, Entwurmung alle 1–3 Monate.
- Freigängerkatze oder beutejagende Katze – maximaler Schutz durch Kombination von Pipette oder Halsband mit breitem Wirkspektrum, Entwurmung alle 4–6 Wochen, regelmäßige tierärztliche Kontrollen.
Praktische Tipps für den Parasitenschutz bei Katzen:
- Wenden Sie Antiparasitika regelmäßig und ohne größere Verzögerungen an – schon eine Unterbrechung von wenigen Tagen kann einen neuen Befall ermöglichen, insbesondere in den Sommermonaten.
- In Haushalten mit mehreren Tieren behandeln Sie alle Tiere gleichzeitig – der Schutz nur eines Teils der Tiere ist wirkungslos.
- Bei Flohbefall behandeln Sie nicht nur die Katze, sondern auch den gesamten Haushalt – Floheier und -puppen überleben monatelang im Teppich, im Körbchen und in gepolsterten Möbeln.
- Kombinieren Sie niemals mehrere Antiparasitika ohne Rücksprache mit einem Tierarzt – eine Überdosierung von Insektiziden kann für die Katze gefährlich sein.
- Besprechen Sie die Wahl des konkreten Präparats mit einem Tierarzt – insbesondere bei Kätzchen, trächtigen oder säugenden Katzen sowie bei Katzen mit chronischen Erkrankungen.
- Entsorgen Sie gebrauchte Pipetten und Verpackungen von Antiparasitika als Sondermüll – spülen Sie sie nicht in die Kanalisation und werfen Sie sie nicht in den normalen Hausmüll.
Regelmäßiger und umfassender Parasitenschutz ist eine der wichtigsten Säulen der Katzengesundheit. Wählen Sie die zum Lebensstil Ihrer Katze passende Schutzform und wenden Sie sie regelmäßig an – Ihre Katze und Ihre ganze Familie werden es Ihnen danken.
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