Bewegungsapparat der Katze
Probleme mit dem Bewegungsapparat gehören bei Katzen zu den am häufigsten unterschätzten Gesundheitsproblemen. Im Gegensatz zu Hunden verbergen Katzen Schmerzen sehr gut – statt zu humpeln oder zu jammern, zeigen sich ihre Beschwerden eher unauffällig: Sie hören auf, auf ihre Lieblingsplätze zu springen, spielen weniger, kommen beim Fellputzen schlechter an entferntere Körperstellen heran oder ziehen sich von der Gesellschaft zurück. Schätzungen zufolge sind bis zu 90 % der Katzen über 12 Jahre von Arthrose betroffen – wobei die meisten Besitzer nichts davon wissen.
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Nahrungsergänzungsmittel für den Bewegungsapparat von Katzen sind nicht nur für Senioren gedacht. Eine vorbeugende Unterstützung der Gelenke ist bereits ab dem mittleren Alter der Katze sinnvoll, also etwa ab 6–7 Jahren, wenn die ersten unsichtbaren Veränderungen im Knorpel und in der Gelenkflüssigkeit beginnen. Je früher man damit anfängt, desto langsamer schreiten mögliche Beschwerden voran.
Wichtige Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln für den Bewegungsapparat der Katze:
- Glucosamin – ein natürlicher Bestandteil des Knorpels, der mit zunehmendem Alter abnimmt. Die Ergänzung mit Glucosamin unterstützt die Regeneration des Knorpelgewebes und verlangsamt dessen Abnutzung. Die Wirkung zeigt sich bei regelmäßiger Gabe über mindestens 4–6 Wochen.
- Chondroitin – wirkt synergetisch mit Glucosamin, bindet Wasser im Knorpel und erhält so dessen Elastizität und Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Belastung. Die meisten hochwertigen Gelenkpräparate enthalten beide Stoffe in Kombination.
- MSM (Methylsulfonylmethan) – eine natürliche Schwefelquelle, die für die Bildung von Kollagen und Bindegewebe unerlässlich ist. Es wirkt entzündungshemmend und lindert Gelenkschmerzen auf natürliche Weise.
- Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) – starke natürliche entzündungshemmende Stoffe, die Schwellungen und Gelenkschmerzen reduzieren. Fischöl ist eines der wirksamsten natürlichen Präparate für Katzen mit Arthrose-Problemen.
- Kollagen Typ II – der grundlegende Baustein des Gelenkknorpels. Hydrolysiertes Kollagen ist als Nahrungsergänzungsmittel gut resorbierbar und unterstützt die natürliche Regeneration des Gelenkgewebes.
- Hyaluronsäure – natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit, die für die Schmierung des Gelenks und die Stoßdämpfung sorgt. Mit dem Alter nimmt ihre Produktion ab, eine Ergänzung hilft, die Gelenkflüssigkeit in einem optimalen Zustand zu halten.
- Weihrauch (Boswellia) – ein pflanzlicher Extrakt mit nachgewiesener entzündungshemmender Wirkung, der in Präparaten für den Bewegungsapparat der Katze als Alternative zu synthetischen Wirkstoffen eingesetzt wird.
Achten Sie bei der Wahl eines Präparats auf die Darreichungsform. Katzen sind bekanntlich wählerisch und verweigern Tabletten oder Kapseln oft. Am besten werden Präparate in Form von Pasten, Tropfen oder Pulvern, die unters Futter gemischt werden, angenommen. Manche Präparate sind auch als Kau-Leckerlis mit attraktivem Geschmack erhältlich.
Wichtig ist außerdem zu unterscheiden, ob Sie eine vorbeugende Unterstützung für eine gesunde Katze mittleren Alters suchen oder gezielte Hilfe für eine Katze, die bereits Beschwerden zeigt. Zur Vorbeugung reichen mildere Präparate mit Glucosamin und Omega-3-Fettsäuren aus. Für Katzen mit fortgeschritteneren Problemen eignen sich eher Kombinationspräparate mit mehreren Wirkstoffen – und es empfiehlt sich immer, die Wahl mit dem Tierarzt abzusprechen.
Praktische Tipps zur Gabe von Gelenkpräparaten bei Katzen:
- Rechnen Sie damit, dass sich die ersten Ergebnisse erst nach 4–8 Wochen regelmäßiger Gabe zeigen – Gelenkpräparate wirken nicht sofort wie Schmerzmittel, sondern bauen die Gewebe nach und nach wieder auf.
- Verweigert die Katze Paste oder Pulver, versuchen Sie, es unter stark riechendes Nassfutter zu mischen – Thunfisch oder Lachs überdecken meist einen eventuellen Eigengeschmack des Präparats.
- Sorgen Sie für leichten Zugang zu Lieblingsplätzen – hat die Katze Schwierigkeiten, auf das Sofa oder Bett zu springen, stellen Sie Stufen oder eine Rampe bereit. Eine geringere Gelenkbelastung ergänzt die Wirkung der Ergänzung.
- Beobachten Sie Verhaltensänderungen – verbesserte Beweglichkeit, mehr Spielfreude oder die Rückkehr zum Springen sind die besten Indikatoren für die Wirksamkeit des Präparats.
- Verbessert sich der Zustand der Katze nicht oder verschlechtert er sich, suchen Sie einen Tierarzt auf – Arthrose oder andere orthopädische Probleme können eine tierärztliche Behandlung erfordern, die Nahrungsergänzungsmittel nicht ersetzen können.
- Bei Katzen mit Nierenerkrankungen sollten Sie sich vor der Gabe von Gelenkpräparaten mit dem Tierarzt beraten – manche Präparate können die Nieren belasten.
Eine bewegliche Katze ist eine glückliche Katze. Nahrungsergänzungsmittel für den Bewegungsapparat sind eine einfache und natürliche Möglichkeit, Ihrer Katze zu helfen, aktiv, verspielt und wohlauf zu bleiben – ob als Vorbeugung oder als tägliche Unterstützung in einer anspruchsvolleren Lebensphase.
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