Kämme und Bürsten für Katzen
Der richtige Kamm oder die richtige Bürste ist für die Pflege des Katzenfells genauso wichtig wie das richtige Shampoo – und dabei handelt es sich um eine Investition, die sich vielfach auszahlt. Regelmäßiges Kämmen dient nicht nur der Schönheit – der direkte Kontakt mit der Katze beim Kämmen ist eine der besten Möglichkeiten, ihren Gesundheitszustand zu beobachten, Parasiten, Hautprobleme oder ungewöhnliche Veränderungen in Fell und Haut zu erkennen, bevor sie ernsthaft werden. Zudem ist das Kämmen für die meisten Katzen ein angenehmes Ritual, das die Bindung zum Besitzer stärkt – vorausgesetzt, sie sind von klein auf daran gewöhnt.
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Die Wahl des richtigen Werkzeugs hängt vor allem von Länge, Dichte und Typ des Fells der Katze ab. Eine Universalbürste, die für alle Felltypen geeignet ist, gibt es nicht – die Verwendung eines ungeeigneten Werkzeugs kann das Fell reißen, die Haut reizen oder schlichtweg wirkungslos sein. Die Investition in das passende Werkzeug für den jeweiligen Felltyp lohnt sich immer.
Arten von Kämmen und Bürsten für Katzen
- Kämme mit weiten und engen Zinken – ein Grundwerkzeug für die meisten Felltypen. Die Seite mit den weiten Zinken dient zum Auskämmen größerer Verfilzungen und zum groben Durchkämmen des Fells, die Seite mit den engen Zinken zum feineren Kämmen und Entfernen kleiner Knötchen. Metallzinken sind widerstandsfähiger und wirksamer als Kunststoffzinken. Ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausstattung für jeden Besitzer einer langhaarigen Katze.
- Furminator und Deshedding-Bürsten – speziell entwickelte Werkzeuge zum Entfernen der abgestorbenen Unterwolle, die die Hauptursache für übermäßigen Fellwechsel und die Bildung von Haarballen ist. Der Furminator kann bis zu 90 % des abgestorbenen Fells entfernen, das die Katze sonst beim Putzen verschlucken würde. Geeignet für Katzen mit dichter Unterwolle – nicht geeignet für Katzen mit sehr feinem oder seidigem Fell, da das Fell beschädigt oder die Haut gereizt werden könnte. Verwenden Sie ihn höchstens 1–2 Mal pro Woche – zu häufiger Gebrauch kann das Fell überstrapazieren.
- Gummibürsten und Massagehandschuhe – eine beliebte Variante besonders für kurzhaarige Katzen und Katzen, die eine klassische Bürste ablehnen. Die Gumminoppen massieren die Haut, regen die Durchblutung an und fangen abgestorbenes Fell elektrostatisch auf. Der Massagehandschuh ermöglicht das Kämmen in der natürlichen Bewegung des Streichelns – die Katze nimmt es als Kuscheln wahr, nicht als Pflege. Ideal für Katzen, die sich gegen das Kämmen wehren.
- Naturborstenbürsten – feine Bürsten aus Naturfasern eignen sich ideal zum Polieren von kurzem Fell und zur gleichmäßigen Verteilung des Hauttalgs über die gesamte Felllänge. Sie verleihen dem Fell einen natürlichen Glanz und eignen sich hervorragend als abschließender Schritt nach dem Kämmen mit einem gröberen Werkzeug. Besonders geeignet für kurzhaarige und seidige Felltypen.
- Slicker-Bürsten (Drahtbürsten) – Bürsten mit dichten, kurzen, abgewinkelten Drahtzinken. Sie entfernen wirksam Verfilzungen, abgestorbenes Fell und Schmutz aus mittellangem und langem Fell. Für sehr feines oder kurzes Fell sind sie weniger geeignet, da sie die Haut reizen können. Hochwertige Slicker-Bürsten besitzen Zinken mit abgerundeten Spitzen, die Reizungen minimieren.
- Entfilzer und Knotenlöser – spezielle Werkzeuge zum schmerzfreien Auflösen von Verfilzungen und Knoten, ohne diese herausschneiden zu müssen. Sie besitzen Klingen oder speziell geformte Zinken, die die Verfilzung schrittweise auflösen, ohne am Fell zu reißen. Ein unverzichtbares Hilfsmittel für Besitzer von Perserkatzen, Ragdolls oder anderen zu Verfilzung neigenden Rassen.
Wie man eine Katze richtig kämmt
Die Kämmtechnik hängt von Länge und Dichte des Fells ab, doch für alle Felltypen gelten einige grundlegende Regeln:
- Kämmen Sie immer in Wuchsrichtung des Fells – Kämmen gegen den Strich tut weh und schreckt die Katze von der Mitarbeit ab.
- Beginnen Sie immer bei weniger empfindlichen Stellen – Rücken und Flanken – und arbeiten Sie sich zu empfindlicheren Bereichen wie Bauch, Leistengegend und Gesicht vor.
- Lösen Sie Verfilzungen niemals mit roher Gewalt – lockern Sie sie zunächst mit den Fingern oder einem Entfilzer und kämmen Sie erst danach. Grobes Ziehen ist schmerzhaft und schreckt die Katze dauerhaft vom Kämmen ab.
- Kontrollieren Sie beim Kämmen regelmäßig die Haut – achten Sie auf Anzeichen von Parasiten (schwarze Punkte = Flohkot), Rötungen, Wunden, Wucherungen oder ungewöhnliche Veränderungen.
- Kämmen Sie langhaarige Katzen schichtweise – heben Sie die obere Fellschicht an und kämmen Sie die untere Schicht von der Haut nach außen. So verhindern Sie die Bildung verborgener Knötchen an den Haarwurzeln.
Kämmhäufigkeit je nach Felltyp
- Kurzhaarige Katze – einmal pro Woche mit einer Gummibürste oder einer Naturborstenbürste genügt, um das Fell in guter Verfassung zu halten und den Fellwechsel zu begrenzen.
- Mittellanges Fell – 2–3 Mal pro Woche mit einer Kombination aus Kamm und Slicker-Bürste. Regelmäßigkeit verhindert die Bildung von Knoten in den Achseln, der Leistengegend und hinter den Ohren – den Stellen, die am anfälligsten für Verfilzung sind.
- Langhaarige Katze – täglich, ohne Ausnahme. Schon ein einziger ausgelassener Tag kann bei Rassen wie der Perserkatze oder der Maine Coon zu Verfilzungen führen, die sich dann nur schmerzhaft und schwer auskämmen lassen. Vernachlässigte Verfilzungen erfordern eine Rasur unter Vollnarkose.
Praktische Tipps zum Kämmen Ihrer Katze:
- Kämmen Sie immer zur gleichen Zeit und am gleichen Ort – Katzen sind Gewohnheitstiere, und Regelmäßigkeit verringert ihren Widerstand und Stress.
- Gewöhnen Sie Kätzchen ab der 8. Lebenswoche an das Kämmen – kurze, angenehme und regelmäßige Einheiten schaffen eine positive Assoziation fürs ganze Leben.
- Beenden Sie das Kämmen immer mit einer Belohnung – ein Leckerli oder Spielen direkt nach dem Kämmen verstärkt die positive Assoziation, und die Katze arbeitet beim nächsten Mal williger mit.
- Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst sollten Sie deutlich häufiger kämmen als sonst – so reduzieren Sie die Fellmenge im Haushalt und verringern die Bildung von Haarballen erheblich.
- Reinigen und desinfizieren Sie Ihre Werkzeuge regelmäßig – angesammeltes Fell und Schmutz in der Bürste verringern ihre Wirksamkeit und können Hautinfektionen oder Parasiten übertragen.
- Wenn Ihre Katze das Kämmen aktiv verweigert, probieren Sie einen Massagehandschuh – für die meisten Katzen ist das Kämmen mit dem Handschuh eine natürliche Fortsetzung des Kuschelns, und sie lehnen es deutlich seltener ab.
Die richtige Bürste oder der richtige Kamm und fünf Minuten Kämmen am Tag – mehr braucht Ihre Katze nicht für ein gesundes, glänzendes und schönes Fell das ganze Jahr über.
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